Hintergrundwissen
Ausbildung trotz Kind? Wie das geht, zeigen wir dir hier.
Auch wenn du bereits Nachwuchs hast, kannst du eine Ausbildung machen. Die „Teilzeitausbildung“ dauert zwar länger, hilft dir aber Beruf und Familie zu vereinbaren. Was heißt das für dich?
Eine Ausbildung trotz Kind machen - How?
Mit 22 Jahren zwei Kinder haben und gleichzeitig eine Ausbildung starten? Für viele klingt das erstmal nach „zu viel auf einmal“. Milena hat uns erzählt, wo für sie die Herausforderungen lagen, was sie aber für ihre Zukunft Positives mitgenommen hat.
Nach drei Jahren Elternzeit wieder neu anzufangen, war für Milena nicht leicht. Die größte Hürde: einen Ausbildungsplatz zu finden. Viele Betriebe hatten Vorurteile. „Was ist, wenn die Kinder krank sind?“, „Fällt sie dann ständig aus?“ – solche Gedanken begegnen jungen Müttern leider oft. Trotzdem hat Milena nicht aufgegeben. Ihr Antrieb: ihren Kindern ein gutes Leben zu ermöglichen.
Alltag zwischen Kita und Betrieb
Der Tag beginnt früh. Kita, Arbeit, Kinder abholen, Haushalt, schlafen. Klingt stressig? Ist es auch. Aber: Mit der Zeit spielt sich vieles ein. Routinen entstehen, man wächst an seinen Aufgaben – und merkt, wie stark man eigentlich ist. Wichtig ist dabei ein Ausbildungsmodell, das zu der Lebenssituation passt: die Teilzeitausbildung.
Was ist eine Teilzeitausbildung?
Bei der Teilzeitausbildung wird die tägliche oder wöchentliche Arbeitszeit reduziert, zum Beispiel auf 25–30 Stunden. Die Ausbildung dauert dadurch meist etwas länger als die regulären drei Jahre. Berufsschule findet in der Regel normal statt.
Vorteile für Azubis
- Bessere Vereinbarkeit von Ausbildung und Familie
- Mehr Zeit für Kinder, Haushalt und Erholung
- Realistische Chance auf einen Berufsabschluss
- Mehr Selbstvertrauen: „Ich schaffe das!“
Pflichten für Azubis:
- Zuverlässigkeit und gutes Zeitmanagement
- Absprachen einhalten
- Motivation zeigen – auch wenn es anstrengend wird
Vorteile für Betriebe:
- Motivierte Azubis, die Verantwortung gewohnt sind
- Hohe Loyalität und Einsatzbereitschaft
- Positives Image als familienfreundlicher Betrieb
Pflichten für Betriebe:
- Flexible Arbeitszeiten ermöglichen
- Offenheit und Vertrauen
- Gute Kommunikation
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Mehr InformationenNicht aufgeben – an sich glauben
Milena sagt: Es gibt Tage, da glaubt man weniger an sich. Das ist normal. Wichtig ist, weiterzumachen, Hilfe anzunehmen und über Probleme zu sprechen – mit Freund*innen, Familie oder Fachstellen. Niemand muss alles allein schaffen.
Ihre Botschaft an junge Mütter: Gebt euch selbst nicht auf. Eure Ziele sind wichtig. Ja, Kinder stehen an erster Stelle – aber auch ihr zählt. Ausbildung und Familie schließen sich nicht aus. Mit Unterstützung, Mut und passenden Modellen wie der Teilzeitausbildung kann aus einem schweren Start eine echte Zukunft werden.


