Expertinnenwissen

Worauf achten Personaler*innen heute bei Bewerbungen?

Viele junge Menschen fragen uns: „Was wollen Unternehmen eigentlich wirklich von mir?“ Gute Noten? Perfekte Bewerbungsmappe? Irgendwas „Besonderes“ im Lebenslauf? Die Wahrheit ist: Es geht um viel mehr als das.

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Genau darüber spricht Marketingchefin Carolin Lippe in unserem starken Video, das wir dir unbedingt empfehlen. Wir haben die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst.

Motivation schlägt Lebenslauf – wirklich!

Carolin Lippe macht klar: Ein Lebenslauf sagt nur, was du bisher gemacht hast. Aber was Personaler*innen interessiert, ist:

  • Warum willst du diesen Job?
  • Was treibt dich an?
  • Wofür stehst du?

Wir sehen das jeden Tag. Wer klar sagt, warum er oder sie Bock auf die Stelle hat, landet häufiger im Gespräch – egal, wie „glatt“ der Lebenslauf ist.

Tipp: Schreib nicht „Ich interessiere mich für Marketing.“ Schreib lieber warum – z. B. „Ich liebe es, kreative Ideen in die Welt zu bringen und Menschen zu erreichen.“

Noten sind nicht entscheidend – und das ist kein Mythos

Carolin sagt’s offen: Noten sind kein K.O.-Kriterium. Und wir können das aus der Praxis nur bestätigen. Immer mehr Unternehmen schauen auf deine Fähigkeiten, deine Einstellung und deine Entwicklungschancen im Unternehmen. Nicht darauf, ob du in Englisch eine 3 hattest.

 

Wichtig ist: Zeig, was du kannst – egal ob durch ein Projekt, Praktikum, Ehrenamt oder eine Aufgabe, die du selbst angepackt hast.

Umwege sind okay – Hauptsache du lernst daraus

Carolin erzählt im Video ehrlich von ihren eigenen Umwegen: Praktika, Fehlstarts, neue Anfänge. Wir sagen dir aus Erfahrung: Das ist völlig normal. Karrierewege sind heute nicht mehr gerade, sondern eher ein Zickzack.

 

Wichtiger als „alles richtig machen“ ist: was du ausprobiert hast, was du gelernt hast und was du gern anders machen möchtest zukünftig. Das zeigt Reife – und kommt bei Personaler*innen richtig gut an.

Sei du selbst – keine einstudierte Version

Wenn junge Menschen versuchen, im Bewerbungsgespräch „perfekt“ zu wirken, geht oft das Wichtigste verloren – Persönlichkeit, Individualität, das Gefühl, ob jemand ins Team passt oder nicht. Carolin Lippe bringt es auf den Punkt: „Ich möchte wissen, wer du bist. Nicht, wer du glaubst, sein zu müssen.“

 

Das heißt du solltest versuchen:

  • keine Floskeln zu nutzen
  • auf auswendig gelernten Antworten zu verzichten
  • lieber ehrlich sagen, was du kannst – und was noch nicht, denn Authentizität wirkt stärker als jede perfekte Formulierung.

Teamfit & Haltung zählen heute richtig viel

Unternehmen fragen sich inzwischen nicht mehr nur, ob die Person für die Aufgabe geeignet ist. Sondern es steht auch immer im Raum, wie eine Person ins Team passt, wie sie in die Hierarchie und Führungskultur des Unternehmens passt. Kurz: Wie sie zu den Unternehmenswerten passt.

 

Gerade für Berufseinsteiger*innen ist das eine gute Nachricht. Denn mittlerweile ist gerade für Azubis klar, dass du nicht alles können musst. Sondern dass du vermitteln solltest, wie du lernst, wie du kommunizierst und mit anderen zusammenarbeitest.

Unsere 5 besten Bewerbungstipps – direkt umsetzbar

  1. Schreib ein echtes Motivationsstatement
    Keine Standards. Schreib, warum die Stelle zu dir passt. Dabei gilt: Konkreter ist besser.

  2. Zeig deine Stärken durch Beispiele
    Erzähl kurz, wann du Verantwortung übernommen hast, kreativ warst oder ein Problem gelöst hast.

  3. Sprich klar über deine Lernbereitschaft
    „Ich möchte mich weiterentwickeln in…“ zeigt mehr Professionalität als eine auswendig gelernte Stärke.

  4. Sei ehrlich – das schafft Vertrauen
    Wenn du etwas noch nicht kannst, sag’s einfach. Unternehmen schätzen Realismus.

  5. Nutze Umwege als Pluspunkt
    Zeig, was du daraus mitgenommen hast. Das zeigt Charakter und Richtung