Hintergrundwissen
Weitermachen, wenn du denkst, dass du versagt hast.
Basti hat zwei Mal das Studium abgebrochen, hat eine Ausbildung nicht fertig gemacht. Wie ist er von dem Gedanken ein Versager zu sein rausgekommen? Für Basti war die Strategie: Einfach mal anfangen.
Studium abgebrochen, Ausbildung nicht beendet – was jetzt?
Rückschläge fühlen sich oft endgültig an. Wenn etwas nicht klappt, dann noch etwas scheitert und schließlich scheinbar alles zusammenbricht, entsteht schnell der Gedanke: Das war’s jetzt. Genau so ging es auch Basti Red. Mitte 20 hatte er zwei Studiengänge abgebrochen, eine Ausbildung nicht beendet und das Gefühl, beruflich komplett festzustecken. Kein Plan, keine Struktur, kein Antrieb.
Was diese Phase besonders belastend machte, war nicht nur das objektive Scheitern, sondern das innere Narrativ: „Vielleicht bin ich einfach nicht dafür gemacht zu arbeiten.“ Wenn man nichts findet, wofür man brennt, entsteht schnell der Eindruck, selbst das Problem zu sein. Schlaflose Nächte, ziellose Tage, Feiern mit Freund*innen, gefolgt von Phasen kompletter Antriebslosigkeit – ein Kreislauf, der sich selbst verstärkt.
Im Nachhinein sagt Basti: „Wie dumm war ich damals, dass ich dachte, das ist jetzt vorbei?“ Doch in der Situation selbst fühlt sich Stillstand absolut an.
Der Perspektivwechsel: Es kann auch wieder bergauf gehen
Ein entscheidender Moment ist nicht der große Durchbruch, sondern ein kleiner Perspektivwechsel: die Erkenntnis, dass selbst im tiefsten Tal jede Bewegung nach vorne besser ist als der Ausgangszustand. Wenn alles „scheiße“ erscheint, dann ist fast jeder kleine Schritt ein Fortschritt.
Basti beschreibt es so: Wenn man sich klarmacht, dass man in einer Phase ist, in der es auch wieder bergauf gehen kann, öffnet das einen neuen Handlungsspielraum. Plötzlich geht es nicht mehr darum, sofort den perfekten Plan zu haben, sondern darum, überhaupt wieder ins Tun zu kommen.
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Mehr InformationenKleine Schritte statt perfekter Plan
Selbstmotivation entsteht selten durch große Visionen. Sie entsteht durch Machen. Ein erster Schritt kann banal wirken: eine Aufgabe erledigen, obwohl zehn andere noch liegen. Dann die nächste. Und irgendwann die nächste. Diese kleinen Schritte addieren sich – nicht linear, sondern emotional.
Rückblickend wundert man sich oft, warum man so lange gewartet hat, diese kleinen Dinge anzugehen. Doch genau hier liegt der Schlüssel: Motivation kommt nicht vor der Handlung, sondern danach.
Routine, Feedback und das Gefühl von Sinn
Bei Basti begann der Wendepunkt mit etwas scheinbar Zufälligem. Seine Mutter, Erzieherin, schlug ihm vor, vormittags mit Jungs Fußball zu spielen – gegen ein bisschen Geld. Kein Karriereplan, kein Traumjob. Einfach etwas tun.
Er stand morgens auf. Allein das war schon ein Fortschritt. Die Kinder freuten sich. Sie gaben direktes Feedback. Und plötzlich entstand eine neue Erfahrung: Arbeit kann Sinn machen. Arbeit kann Spaß machen. Arbeit kann etwas zurückgeben.
Diese Rückmeldung von außen war entscheidend, um innerlich wieder in Bewegung zu kommen. Sie zeigte: Nicht alles, was beruflich ist, ist automatisch nervig oder sinnlos.
Der „Flow“ fühlt sich im Nachhinein oft wie ein plötzlicher Durchbruch an. In Wahrheit entsteht er schleichend. Man merkt erst rückblickend, dass man sich selbst wieder in einen positiven Zustand gebracht hat. Dass Dinge plötzlich laufen. Dass Energie da ist, wo vorher Leere war.
Basti beschreibt genau dieses Gefühl: Irgendwann geht alles – und man kann kaum glauben, wie unmöglich es sich vorher angefühlt hat.
Irgendwas machen ist besser als gar nichts
Nach Rückschlägen braucht es keine perfekten Antworten. Es braucht Bewegung. Irgendetwas zu tun ist fast immer besser als nichts zu tun. Kleine Schritte, Routinen, positives Feedback und das Erleben von Sinn können helfen, sich selbst wieder zu motivieren.
Und vielleicht ist die wichtigste Erkenntnis: Ein Tiefpunkt ist kein Endpunkt. Oft ist er nur der Anfang einer neuen Richtung.
P.S. Basti auf Instagram


